Getting Ready - so viel mehr als „nur fertigmachen“
Das perfekte Getting Ready – so beginnt dein Hochzeitstag wirklich entspannt
Das Getting Ready ist so viel mehr als „nur fertigmachen“.
Es ist der Moment, in dem dein Hochzeitstag beginnt – voller Vorfreude, leiser Aufregung und dieser besonderen Stimmung zwischen dir und deinen Herzensmenschen.
Als Brautstylistin erlebe ich diese Stunden immer wieder hautnah. Und gemeinsam mit Weddingplanerin Nadine Winkelmann weiß ich genau, was ein Getting Ready wirklich entspannt macht und zu einem wunderschönen Einstieg in den Tag werden lässt.
1. Der richtige Ort entscheidet über alles
Licht ist beim Styling kein Detail – es ist essenziell.
Ein idealer Raum bietet:
✨ große Fenster
✨ viel Tageslicht
✨ ausreichend Platz für Styling, Foto & deine Begleitung
✨ eine ruhige Atmosphäre
Und ganz wichtig:
Wenn ein Getting-Ready-Fotoshooting geplant ist, sollte der Raum auch optisch etwas hermachen. Er darf hell, aufgeräumt, ästhetisch sein und im besten Fall zum generellen Setting eurer Hochzeit passen. Dunkle Hotelzimmer, chaotische Hintergründe oder vollgestellte Ecken wirken auf Fotos unruhig – und nehmen diesem besonderen Moment die Eleganz.
Plane – wenn möglich – einen separaten Raum ausschließlich fürs Getting Ready. Ohne Aufbau, ohne Deko-Chaos, ohne Gäste-Trubel.
2. Plane großzügig – mit echtem Zeitpuffer
Ein entspannter Morgen braucht Raum.
Orientierungswerte:
✨ Brautstyling: ca. 2–2,5 Stunden
✨ Weitere Personen: 45 Minuten bis 1,5 Stunden
✨ Foto/Video: mindestens 1 Stunde vor dem Anziehen des Kleides
Und jetzt ein wichtiger Punkt:
Bitte feilsche nicht um 30 Minuten.
Wir Stylisten und Planer arbeiten auf Zeit – und diese Zeiten sind realistisch kalkuliert. Eine halbe Stunde weniger bringt am Ende keinen Vorteil. Im Gegenteil: Es erzeugt unnötigen Druck.
Es ist immer besser, wenn alles entspannt läuft, als dass am Ende Stress entsteht – genau das wollen wir ja vermeiden.
Plane Puffer ein. Am Hochzeitstag dauert vieles ein bisschen länger. Und das darf es auch.
3. Halte dich an den Zeitplan – und bleib im Moment
Ein Getting Ready funktioniert nur dann reibungslos, wenn der Zeitplan eingehalten wird.
Als Stylisten arbeiten wir strukturiert und zeitlich präzise.
Wenn du zwischendurch länger weggehst, telefonierst, Termine klärst oder „nur kurz“ etwas anderes erledigst, gerät der Ablauf ins Wanken.
Deshalb gilt:
Während des Stylings bitte nicht aufspringen, nicht verschwinden, nicht parallel organisieren.
Ebenso wichtig:
Wenn Fotografen oder Videografen dazukommen, sollten sie sich – idealerweise vorab – mit dem Styling abstimmen. So entstehen keine Unterbrechungen, kein Lichtchaos und kein unnötiger Druck.
Ist eine Hochzeitsplanerin involviert, übernimmt sie diese gesamte Koordination.
Sie sorgt dafür, dass alle Dienstleister ineinandergreifen – ruhig, respektvoll und professionell.
Du musst an diesem Morgen nichts mehr erklären, nichts abstimmen, nichts klären.
Das ist genau der Unterschied.
4. Jetzt wird nicht mehr organisiert – jetzt wird genossen
Der Hochzeitstag ist kein Planungstag mehr.
Beim Getting Ready gilt:
Telefon aus.
Keine neuen Entscheidungen.
Keine Ablaufdiskussionen.
Du darfst feiern, lachen, anstoßen – aber nicht mehr organisieren.
Delegiere.
An deine Hochzeitsplanerin.
An eine Trauzeugin.
An eine vertraute Person.
Wenn du weiter selbst steuerst, startest du bereits mit Stress in den Tag – und das überträgt sich auf alles: First Look, Trauung, Stimmung.
Dieser Morgen gehört dir. Nicht der To-do-Liste.
5. Details vorbereiten – oder vorbereiten lassen
Wenn du ohne Planerin arbeitest, lege vorab bereit:
✔ Schmuck
✔ Schleier oder Haarschmuck
✔ Accessoires
✔ Schuhe
✔ Bodywear
✔ Extensions (falls nötig)
✔ Parfum
✔ Einladungskarte
Wenn du mit einer Hochzeitsplanerin arbeitest, wird sie all das im Vorfeld mit dir durchgehen, strukturieren und vorbereiten.
Das ist die entspanntere Variante – weil du am Hochzeitstag nichts mehr zusammensuchen musst.
6. Styling zuerst, Kleid zuletzt
Das Kleid ziehst du erst ganz am Ende an – nach dem Styling.
Warum?
• Keine Knitterfalten
• Kein Make-up am Stoff
• Mehr Bewegungsfreiheit
• Emotionalere Anziehmomente für die Fotos
• Längere Frische des Looks
Und keine Sorge:
Als Brautstylistin oder Hochzeitsplanerin helfen wir dir selbstverständlich auch ins Kleid, wenn niemand anderes das übernehmen soll.
Das Kleid sollte so lange wie möglich geschont werden – dieser Moment verdient Aufmerksamkeit.
7. Unterstützung durch eine Hochzeitsplanerin – auch ohne Full Service
Um beim Getting Ready von einer Hochzeitsplanerin zu profitieren, brauchst du nicht zwingend eine Full-Service-Planung.
Natürlich ist das möglich – aber es gibt auch eine andere Variante:
Der Wedding Day Manager.
Das bedeutet:
Die Planung wird etwa 1–2 Monate vor der Hochzeit übergeben.
Die Planerin übernimmt die finale Abstimmung mit allen Dienstleistern, optimiert den Tagesplan und hält euch am Hochzeitstag komplett den Rücken frei.
Gerade beim Getting Ready macht das einen enormen Unterschied.
Du musst nichts mehr kommunizieren – alles läuft über die Planerin.
Mehr dazu findest du auf
https://nadine-winkelmann-weddings.de
und auf Instagram unter @nadinewinkelmannweddings
8. Spüre diesen Moment bewusst
Zwischen Make-up, Frisur und kleinen Gesprächen passiert etwas ganz Besonderes.
Du wirst zur Braut.
Gönn dir:
✨ ruhige Musik
✨ dein Lieblingsgetränk
✨ einen stillen Moment
✨ einen tiefen Atemzug
Dieser Start prägt deinen gesamten Tag.
Fazit
Ein perfektes Getting Ready entsteht nicht zufällig.
Es ist das Ergebnis von guter Planung, klarer Struktur, professioneller Abstimmung – und der Bereitschaft, Verantwortung abzugeben.
Je besser vorbereitet dieser Morgen ist, desto leichter kannst du ihn genießen.
Und genau darum geht es.
Vielen Dank an meine Co-Autorin Nadine!

